Frühjahrsputz

Abbildung 1:
"Alles neu macht der Mai" - mit einem gründlichen Frühjahrsputz verleihen Sie Ihrem Zuhause neuen Glanz

Im Frühling vertreibt die Natur endlich die lästigen Überbleibsel des Winters. Ein guter Zeitpunkt, mit den eigenen vier Wänden ebenso zu verfahren. Ein gründlicher Frühjahrsputz kann allerdings anstrengend werden und einiges an Zeit kosten. Da ist planvolles Vorgehen angesagt.

Damit der systematische Frühjahrsputz wirklich gelingt, sollten alle notwendigen Hilfsmittel bereits vorhanden sein. Unbedingt zur Ausstattung gehören:

  • Staubwedel bzw. Staubtücher
  • Staubsauger
  • Wischlappen
  • Eimer
  • Putzmittel (Allzweckreiniger, Spülmittel, Glasreiniger, WC-Reiniger, Scheuermilch, Haushaltsessig/Entkalker/Zitronensäure)
  • Gummihandschuhe

Letztere erfüllen verschiedene Zwecke, sie mindern den Ekel vor dem direkten Kontakt mit Schmutz und schützen die Hände vor allzu ausgiebigem Kontakt mit den Reinigungsmitteln. Neben diesen Dingen sollten Sie sich zudem einen Überblick darüber verschaffen, was überhaupt erledigt werden muss.

Im Zweifelsfall notieren Sie die bevorstehenden Aufgaben, damit nicht nach getaner Arbeit doch noch etwas unerledigt geblieben ist. Dann fällt das erneute Aufraffen erfahrungsgemäß recht schwer.

Handwerkszeug

Abbildung 2:
Für alle Fälle gewappnet: Der Frühjahrsputz braucht nicht nur Zeit, sondern auch ein gewisses „Handwerkzeug.“

Im ersten Durchgang ist das Aufräumen der gesamten Wohnung angesagt. Wenn überall noch Klamotten, Spielsachen oder was sich sonst noch so auf dem Boden und anderen Ablageflächen ansammelt, herumliegen, ist an putzen nicht zu denken. Das betrifft übrigens nicht nur „Kleinteile“, auch Möbel sollten Sie schon jetzt beiseite räumen oder falls nötig verschiedene Dinge gleich entsorgen. Aber auch elektrische Geräte wie z.b. ein Luftreiniger sollten zur Seite geräumt werden, damit nichts mehr im Weg steht.

Auf diese Weise werden alle Wege für die Putzaktion freigemacht und es muss später nicht mehr in mühevoller Kleinarbeit für die Beseitigung einzelner Teile gesorgt werden. Am besten gleich einen Mülleimer bereitstellen, damit Sie erst gar nicht anfangen, die Sachen bloß hin- und herzuräumen.

Bleiben immer noch einige größere Teile, die wahrscheinlich auch ein wenig Frühlingsfrische vertragen können. Und wenn Sie schon die ganze Wohnung auf Vordermann bringen wollen, sollten Sie vor Vorhängen, Teppichen und Bettwäsche nicht zurückschrecken. Daher besteht der nächste Schritt darin, die Fenster von den Gardinen, die Betten von Kissen- und Polsterbezügen sowie die Böden von allen Teppichen zu befreien.

Das alles wandert nacheinander in die Waschmaschine, währenddessen können Sie die Teppiche auslüften und ausklopfen.

Trotz aller Vorbereitungen bleiben Haus- und Wohnungsputz eine Menge Arbeit und die möchte niemand gerne doppelt machen müssen. Wenn Sie sich an einige einfache Regeln halten, ist dies auch gar nicht notwendig:

  • Regel 1: Wohnräume vor Küche und Bad

    Ein guter Anfang sind die Räume, in denen der Aufwand vergleichsweise gering ist und in denen Sie sich daher weniger häufig aufhalten werden. Küche und Badezimmer werden Sie schon wegen des Nachschubs an Putzmitteln und Wasser öfter aufsuchen müssen, also kommen diese beiden Räume erst zum Schluss an die Reihe.

  • Regel 2: Von oben nach unten, von hinten nach vorn

    Alles folgt der Schwerkraft, auch wenn Staubpartikel dafür vielleicht eine Weile brauchen. Ändert aber nichts daran, dass beim Staubwischen immer auch Rückstände auf dem Boden landen – folglich ist es einfacher, mit dem Säubern von Schränken, Regalen und Ablagen ganz oben anzufangen.

    Da es außerdem keinen Sinn macht, erst zu putzen und den Raum noch einmal durchqueren zu müssen, weil sich in den hinteren Winkeln noch Schmutzreste angesammelt haben, wird genau dort angefangen und sich in die vorderen Bereiche vorgearbeitet.

  • Regel 3: Der Boden zum Schluss

Erst wenn alle anderen Putzaufgaben erledigt sind, können die Böden gesäubert werden. Das erspart Ihnen ein wiederholtes Hervorholen von Wischmopp oder Dampfreiniger.

Das „von-hinten-nach-vorn“-Prinzip gilt hier ebenfalls. Putzen Sie immer in Richtung der Zimmertür oder – falls möglich – in Richtung von Küche und Bad, denn dort können Sie den Putzeimer gleich ausleeren. Auf diese Weise können die geputzten Flächen in Ruhe trocknen und erhalten keine neuen Fußspuren.

Fensterreinigung

Abbildung 3:
Nach den ersten Aufräumarbeiten steht mit dem Säubern der Fenster die erste echte Putz-Aufgabe auf dem Plan.

Ohne die Gardinen und Vorhänge ist der Blick frei auf die Fenster – aber ist er auch durch die Fenster frei? Nach dem Winter mit all seinen Niederschlägen höchstwahrscheinlich nicht. Bevor irgendetwas anderes geputzt wird, sind daher die Scheiben dran.

Hier sollte man auf Spezialgeräte wie einen Akku-Fenstersauger zurückgreifen, die eine besonders effiziente Fenstereinigung ermöglichen.

Es ist zugegeben nicht die erfreulichste Aufgabe beim Frühjahrsputz, dennoch ist jetzt, nachdem schon alle Vorbereitungen getroffen worden sind, die beste Zeit dafür. Da zum Staub wischen auch schwierige Ecken und Winkel – und nicht zu vergessen diverse Schubladen – gehören, ist es entsprechend lästig. Musik kann dabei als Aufmunterung dienen, falls die Unlust allzu groß wird.

Ansonsten kommt in einem ersten Durchgang der Staubwedel zum Einsatz, anschließend wischen Sie Regale, Ablagen und das übliche Mobiliar aus. Bei der Reinigung von Computer-Monitoren und Fernsehern benutzen Sie, falls nötig, einen speziellen Reiniger.

Sind alle Oberflächen staub- und schmutzfrei, können Sie sich den Böden widmen. Teppichböden werden gründlich mit dem Staubsauger behandelt (alternativ können Sie den Teppich auch von einem modernen Saugroboter vorreinigen lassen). Bei hartnäckigeren Verunreinigungen helfen spezielle Pulver oder Schaum.

Bei allen anderen Fußböden sollten Sie vorsichtig mit der Verwendung von Wasser umgehen – zu viel davon schadet manchen Bodenbelägen: Im schlimmsten Fall verziehen sich hölzerne Dielen- oder Parkettböden, bei Laminat besteht die Gefahr, dass es aufquillt. Nebelfeucht statt vollkommen durchnässt lautet in dieser Hinsicht die Faustregel, unabhängig davon wie verschmutzt der Boden ist.

Bodenputz

Abbildung 4:
Steinfliesen sind weniger anfällig, bei allen anderen Böden wie Holzdielen und Laminat ist ein dosierter Einsatz von Wasser angeraten.

Das bedeutet unter Umständen, dass mehr als ein Durchgang notwendig ist, um die Böden wirklich sauber zu bekommen. Aber das Putzen dient eben nicht allein dem Säubern, sondern ist auch eine langfristige Pflegemaßnahme. Das sollten Sie immer berücksichtigen.

Erst wenn die Wohnräume vollständig geputzt sind, fangen Sie mit Küche und Bad an (siehe Regel 1). In der Küche beginnen Sie mit dem Inneren der Schränke, anschließend säubern Sie die Küchenfronten, Fliesen und Arbeitsflächen. Das Reinigungsmittel wählen Sie je nach Grad der Verschmutzung. Alkalische Reiniger sind nur dann nötig, wenn es gilt, hartnäckige Fettverschmutzungen, die z.B. durch den Betrieb einer Friteuse entstanden sind, loszuwerden. Ansonsten sind Allzweckreiniger vollkommen ausreichend.

Der Vollständigkeit halber ist dies auch eine gute Gelegenheit, Kühlschrank und Herd eine gründliche Reinigung zu gönnen. Falls Sie Einzelteile aus Glas oder Kunststoff im Geschirrspüler säubern möchten, empfiehlt sich ein Schuss Spülmittel statt der sonst üblichen Reiniger-Tabs – damit schonen Sie den relativ empfindlichen Kunststoff.

Im vorletzten Schritt kümmern Sie sich um das Badezimmer . Mit Lappen und einem leichten Scheuermittel reinigen Sie zunächst Waschbecken, Badewanne und Toiletten (Hinweis: Entsorgen Sie die verwendeten Lappen gleich nach dem Benutzen, ansonsten verteilen sich die darinsitzenden Bakterien nur in der restlichen Wohnung).

Verkalkte Armaturen

Abbildung 5:
Bei verkalkten Badezimmer-Armaturen helfen oft nur spezielle Reiniger – oder eine frische Zitrone.

Beim Putzen der Armaturen hilft ein Badreiniger mit kalklösenden Eigenschaften, eine aufgeschnittene Zitrone ist ein natürliches Hausmittel mit demselben Effekt – einfach die verkalkten Flächen damit abreiben. Die Kacheln dürften mit einem Allzweckreiniger ausreichend sauber werden, ansonsten auch hier mit einem Kalklöser nachhelfen.

Bleibt abschließend nur noch ein „Raum“ übrig: Der Flur wird erst dann geputzt, wenn der Rest der Wohnung abgehakt ist. Es gelten die üblichen Hinweise für das Reinigen von Böden.

Sie kennen Ihre Wohnung in- und auswendig, wissen von jedem noch so kleinen Winkel – trotzdem wird ein ausgiebiger Frühjahrsputz Zeit in Anspruch nehmen. Üblicherweise mehr als vorgesehen. Deshalb sollten Sie sich selbst einen Gefallen tun und Ihre Arbeitsgeschwindigkeit nicht über- und das Ausmaß der zu erledigenden Aufgaben nicht unterschätzen.

Planen Sie sowohl für das Putzen selbst als auch für gelegentliche Pausen ausreichend Zeit ein. Letztere werden Sie mit Sicherheit brauchen, denn ein Frühjahrsputz geht irgendwann an die Substanz. Trink- und Esspausen sollten daher im Zeitplan berücksichtigt werden.

Haben Sie eine ungefähre Vorstellung davon, wie lange Sie brauchen könnten – multiplizieren Sie diese Zeit mit dem Faktor 1,5. Auf diese Weise dürften Sie noch genügend Zeitpolster übrighaben, falls sich eine Verschmutzung als besonders hartnäckig erweist oder das Wischen eines Regals doch länger dauert als geplant.

Unter Zeitdruck macht das Putzen nämlich nicht nur weniger Spaß, sondern verleitet außerdem zu Nachlässigkeiten. Und genau das wollen Sie ja bei einem gründlichen Frühjahrsputz vermeiden.


Bildnachweise:
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