Polstermöbel und Teppiche mit Dampfreiniger reinigen

Schmutz kann manchmal ganz schön hartnäckig sein. Oftmals reicht der Staubsauger
nicht aus, um Rückstände auf Teppich oder Polstermöbeln zu entfernen. Teppiche reinigen mit einem Dampfreiniger – eine pragmatische Lösung, die gar nicht viel kostet.

Staubsaugen
Abbildung 1: Bei hartnäckigem Schmutz auf Teppichböden bekommt ein normaler Staubsauger Probleme. Mögliche Alternativen sind Waschsauger oder Dampfreiniger.

In den Fasern von Teppichen und Polstermöbeln findet sich allerhand:

  • hartnäckige Flecken
  • Milben
  • Bakterien
  • Pilzsporen

Staubsaugen entfernt zwar den oberflächlichen Schmutz (beispielsweise Staubpartikel und Tierhaare), die Tiefenreinigung kommt dabei jedoch häufig zu kurz. Vor allem für Allergiker ist das ein Problem, denn sie reagieren besonders empfindlich. Die Folge können tränende Augen, juckende Nase, Ekzeme oder sogar Fußpilz sein.

Befinden sich auf dem Teppichboden beispielsweise Pilzsporen, die nicht penibel entfernt werden, werden sie beim Barfußlaufen gern weitergetragen. Um eine besonders gründliche Säuberung zu gewährleisten, ist die Teppichreinigung mit dem Dampfreiniger eine gute Option.

Teppiche reinigen mit Dampfreiniger – ist das bei allen Teppicharten überhaupt möglich? Die Teppichreinigung ist durch die Hitze und das ausgegebene Wasser tatsächlich nicht für alle Arten empfehlenswert. Vor allem Naturfasern oder besonders empfindliche Teppicharten sollten nur mit äußerster Vorsicht bedampft werden.

Ob der Teppich für Wasserdampf geeignet ist, lässt sich am Etikett ablesen. Dies befindet sich auf der Rückseite des Teppichs und zeigt, wie er gepflegt werden sollte.

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Jede Woche den Dampfsauger herausholen, um Teppiche und Polster zu säubern – sinnvoll oder unsinnig? Wie häufig die Teppichreinigung geschehen sollte, hängt von verschiedenen Faktoren ab:

  • Verschmutzungsgrad
  • Trocknungsmöglichkeiten
  • Art des Dampfreinigers
  • persönliche Umstände (u. a. ob Allergiker im Haushalt sind oder nicht)

Ist der Teppich besonders stark verschmutzt, hilft oftmals nur der Einsatz des Dampfreinigers. Gleiches gilt auch, wenn sich Verschmutzungen tierischen Ursprungs auf dem Teppich oder den Polstermöbeln befinden. Doch Vorsicht, denn die richtige Dampfmenge ist entscheidend. Bleibt der Teppich nach der Reinigung zu nass zurück und hat keine Möglichkeit zügig zu trocknen, kann dies zu Geruchsbildung führen. Außerdem schadet das feuchtwarme Milieu auf längere Sicht der Teppich- bzw. Polstermöbelstruktur.

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Befinden sich im Haushalt allergische Personen, die auf Verschmutzungen sensibel reagieren, ist eine regelmäßige Reinigung (mindestens einmal wöchentlich) empfehlenswert. Damit sich im Teppich und auf den Polstermöbeln nicht zu viele Rückstände ansammeln, unbedingt auf allergikerfreundliche Materialien achten. Grundsätzlich empfiehlt sich bei Hausstaub- oder Pollen-Allergie auch der Einsatz eines Luftreinigers mit HEPA-Filter.

Einen Teppich Reinigen mit dem Dampfreiniger – das ist doch aufwendig, oder? Tatsächlich ist die Reinigung viel leichter als gedacht - notwendig dafür sind:

  1. Dampfreiniger mit richtiger Düse (beispielsweise Bodendüse oder spezielle Polsterdüse)
  2. das richtige Reinigungsmittel
Dampfreiniger
Abbildung 2: Mit einem Dampfreiniger mit Polsterdüse lassen sich auch gröbere Verschmutzungen auf Polstermöbeln relativ mühelos beseitigen.

Außerdem sind die Pflegehinweise für die zu reinigenden Materialien erforderlich. Wie viel Hitze kann der Teppich vertragen? Damit die Dampfreinigung möglichst schonend und nachhaltig funktioniert, am besten beim Dampfreiniger auf individuelle Einstellungsmöglichkeiten achten.

Häufig gibt es sogar schon spezielle Programme, welche die Temperatur und Dampfmenge für bestimmte Teppicharten oder Polstermöbel festlegen.

Damit ein optimales Reinigungsergebnis erzielt wird, sollte in dieser Reihenfolge vorgegangen werden:

  1. groben Schmutz entfernen (z.B. mittels Vorabreinigung mit dem Saugroboter)
  2. Dampfmenge und Temperatur einstellen
  3. Test an einer unauffälligen Stelle durchführen
  4. mit dem Dampfen beginnen
  5. Untergrund trocknen lassen
  6. noch einmal staubsaugen

Damit der Dampf tatsächlich in alle Poren problemlos eindringen kann, muss zunächst der Oberflächenschmutz entfernt werden. Dafür einfach mit dem Staubsauger über den Teppich oder die Polstermöbel fahren. Ist aller grober Schmutz beseitigt, kommt der Dampfreiniger zum Einsatz.

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Die Dampfreiniger haben verschiedene Einstellmöglichkeiten. Abhängig davon, was bearbeitet werden soll, vorher die optimale Dampfmenge und Temperatur regulieren. Diese Voreinstellung ist wichtig, damit die Textilien keinen Schaden durch das Dampfen nehmen.

Sind die Einstellungen vorgenommen, am besten zunächst an einer nicht sichtbaren Stelle ausprobieren. Hierbei zeigt sich die Verträglichkeit des Teppichs mit dem Dampf. Ist der Test ohne Schaden geglückt, kann das gesamte Material großzügig bearbeitet werden.

Tipp: Teppiche reinigen mit dem Dampfreiniger sollte immer in Quer- und Längsrichtung geschehen. Damit wird sichergestellt, dass der Dampf wirklich jede einzelne Faser optimal erreicht. Außerdem werden durch die verschiedenen Bewegungen alle Fasern optimal gelockert und die Flecken gelöst.

Nach dem Dampfen muss die Oberfläche gut trocknen. Am besten dafür für ausreichend Belüftung im Raum sorgen. Bleibt die Restfeuchte im Teppich bzw. in den Polstermöbeln zu lange vorhanden, kann dies zu Stockgeruch und Schimmelbildung führen. Um der Raumluft die überschüssige Feuchtigkeit zu entziehen, kann der
Einsatz eines Luftentfeuchters sinnvoll sein.

Nachdem die Oberfläche getrocknet ist, sollte sie noch einmal mit dem Staubsauger bearbeitet werden. Damit werden tatsächlich letzte Schmutzpartikel herausgelöst, sodass die Textilie nun porentief rein ist.

Teppich reinigen mit Dampfreiniger oder doch den Waschsauger nutzen? Eine klare Antwort gibt es darauf nicht, denn der Einsatz der Geräte ist abhängig von der Arbeitsgrundlage bzw. den Reinigungsanforderungen.

Für temperaturempfindliche Böden ist der Dampfreiniger weniger gut geeignet. Dennoch muss auf Sauberkeit nicht verzichtet werden. Mit dem Waschsauger gelingt die intensive Reinigung auch bei niedrigeren Temperaturen. Die Kombination aus Wasser und Reinigungsmittel macht es möglich, dass die Fasern vom Schmutz befreit werden.

Dennoch bleibt beim Waschsauger immer eine gewisse Restschmutzmenge im Gewebe. Das kann vor allem für Allergiker zum Nachteil sein. Der Dampfreiniger hingegen ist in der Lage, durch die hohen Temperaturen und die Dampftextur sogar hartnäckige Flecken zu entfernen. Er ist nicht nur ideal für Teppiche oder Polstermöbel: Der Dampfreiniger entfernt auch optimal Schmutzrückstände auf Steinböden. Damit ist er ideal geeignet für Terrasse oder Balkon.

Waschsauger
Abbildung 3: Ein Vorteil des Waschsaugers gegenüber dem Dampfreiniger ist, dass er auch saugen kann. Zudem ist erfür Teppichböden schonender, da mit einer niedrigeren Temperatur gearbeitet wird.

Das spricht für den Waschsauger:

  • höhere Effizienz bei Oberflächenreinigung
  • Schmutz kann abgelöst und gleichzeitig eingesaugt werden

Teppich reinigen mit Dampfreiniger – diese Argumente sprechen dafür:

  • kann auch Milben abtöten
  • tiefsitzender Schmutz wird gelöst

Allerdings hat der Dampfreiniger keine Saugfunktion, sodass der Arbeitsaufwand für die Komplettreinigung deutlich höher ist.

Welches Gerät ist günstiger: Waschsauger oder Dampfreiniger? Beide Gerätearten gibt es schon für kleines Budget, aber auch für den üppigeren Geldbeutel. Ein Waschsauger ist als Einstiegsmodell schon ab ca. 100 Euro erhältlich. Günstige Dampfreiniger bewegen sich ebenfalls in diesem Segment bzw. werden sogar als Aktionsware deutlich preiswerter angeboten.

Die Kostenfrage bei der Entscheidung zwischen Dampfreiniger und Waschsauger zu bemühen, ist keine clevere Idee. Beide Geräte haben ihre Vor- und Nachteile. Wer es sich monetär erlauben kann, sollte einen Dampfreiniger und einen Waschsauger im Haushalt haben. Mit dem Dampfreiniger lassen sich relativ einfach auch tiefe Verschmutzungen entfernen. Damit ist er u.a. optimal geeignet für den Frühjahrsputz.

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Um fortwährend für Frische im Teppich oder den Polstermöbeln zu sorgen, ist der Waschsauger ideal. Er kann in einem Arbeitsgang nicht nur Wasser einbringen, sondern auch Schmutzpartikel durch das Saugen entfernen. Wer zum Wohnraum eine Terrasse bzw. einem Balkon hat, weiß, dass der Waschsauger vor allem bei Steinböden an seine Grenzen kommt.

Hier entfaltet der Dampfreiniger seine volle Kraft und löst hartnäckigen Schmutz (auch Moos und andere witterungsbedingte Ablagerungen) souverän vom Boden wie ein Hochdruckreiniger. Allerdings muss das abgelöste Material im Anschluss noch entfernt werden. Hierfür am besten einen Besen mit Kehrschaufel nutzen, denn die nassen Rückstände im Staubsauger können den Staubsaugerbeutel beschädigen oder das Rohr verstopfen.


Bildnachweise:

  • Abbildung 1: adobe.com © dusanpetkovic1
  • Abbildung 2: adobe.com © jeena
  • Abbildung 3: adobe.com © africa-studio